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Alle Einträge 2011
Sabine auf der rutschigen Strecke in Frankfurt
Gelungenes Comeback/ 06.12.11
(Foto: R. Schäuble)
Sabine ist nach ihrem folgenschweren Trainingssturz im September – als sie sich einen Bruch des Radiuskopfes im Ellbogen zugezogen hatte - am ersten Dezemberwochenende ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt. Beim Frankfurter Radcross belegte sie den achten Platz und durfte sich so über gelungenen Wettkampf-Test freuen. Dabei war die wichtigste Erkenntnis für sie, dass die Verletzung gut verheilt ist und auch während der intensiven Renn-Belastung keine Probleme bereitete „Ich bin sehr zufrieden und es hat Spaß gemacht. Ich hatte während des Rennens keine Schwierigkeiten oder Schmerzen im Arm.“ sagte Sabine dazu im Ziel. Nach ersten Grundlagen-Trainingseinheiten auf Zypern kam ein erster Wettkampf Test gerade zur richtigen Zeit. Zum einen um die ruhigen Grundlageneinheiten durch eine intensivere Belastung zu unterbrechen, zum andern aber vor allem auch, um nach der Verletzung die Sicherheit wieder zurück zu gewinnen.
Es gelang ihr auf Anhieb, sich im sehr gut besetzten Radcross-Klassiker unter den Spezialistinnen zu etablieren. obwohl sich diese schon mitten in der Cross-Saison befinden. Lediglich in der Anfangsphase hatte Sabine etwas Schwierigkeiten, dem hohen Tempo an der Spitze zu folgen. Mit zunehmender Renndauer fand sie ihren Rhythmus aber immer besser auf dem nassen, sehr schwierig zu befahrenden Untergrund und schob sich zur Hälfte des Rennes immer weiter nach vorne. Man merkte, dass sie immer mehr Sicherheit gewann und auch das Gefühl für die Cross-Spezifische Fahrtechnik Runde für Runde immer besser zurückkam, bei ihrem ersten Cross-Einsatz in diesem Winter. „Ab der zweiten Runde habe ich mich sehr gut gefühlt, allerdings wollte ich in den Abfahrten auch nicht zuviel riskieren bei diesen rutschigen Bedingungen und bin deshalb eher defensiv gefahren. Für die weitere Vorbereitung kann ich jetzt sehr gut darauf aufbauen“ analysierte sie ihren ersten Radcross-Einsatz der Saison. Gewonnen wurde das einige internationale Rennen auf Deutschem Boden nach 7 Runden von Weltmeisterin Marianne Vos (NED) in der Siegerzeit von 39:13 Min. Vermutlich wird Sabine in diesem Jahr noch ein weiteres Cross Rennen bestreiten, im Rahmen ihrer Mountainbike-Saisonvorbereitung für 2012.
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  Viele Wasser beim Aldiana Mountainbike Event mit Sabine
Erfolgreicher Aldiana MTB Event/ 26.11.11
(Foto: R. Schäuble)
Komplett ausgebucht war der diesjährige Aldiana Mountainbike Event mit Sabine auf Zypern. 16 Mountainbiker(innen) folgten dem Ruf der Olympiasiegerin in die Sonne, wo neben einer Verlängerung des Sommers, vor allem ein interessantes Mountainbike Programm auf die Teilnehmer gewartet hatte. Ergänzend zu den Touren wie z.B. auf den Klosterberg Stavravouni (Tour auf Garmin Connect) gab es auch ein Fahrtechnikseminar mit anschließender Videoanalyse und einen Vortrag von Sabine über die wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Mountainbike Trainings. Zum Abschluss des Events erhielten die Teilnehmer(innen) ihre Urkunden, die sich alle wirklich verdient hatten. Denn außer den Höhenmetern, zahlreichen Pylonen die es zu umzirkeln gab und dem Zypern typischen schroffen Untergrund, hatten die Mountainbiker diesmal mit ganz besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Was es wirklich selten auf Zypern gibt, ist Regen. Und ganz besonders selten ist dieser im zypriotischen Herbst. Doch während in heimatlichen Gefilden die Trockenheit langsam zum Problem wird, gab es in Zypern Mitte November innerhalb von zwei Tagen soviel Regen wie sonst im gesamten Zeitraum eines Jahres üblich. Dass blieb natürlich nicht ohne Folgen, vor allem wenn man mit dem Mountainbike Off-Road Touren auf dem Programm hatte. So wurde schon der erste Tag trotz sorgsam ausgewählter Route, zu einer echten „Schlamm-Probe“ für die Eventteilnehmer. Wasser-Seen auf dem eigentlich gut befestigten Weg verführten dazu, diese über die Felder zu umfahren. Eine fatale Entscheidung, denn was trocken aussah entpuppte sich als echte „Schlammfalle“, so dass sich schon nach kürzester Zeit die Reifenbreite vervielfachte und sich sehr schnell gar nichts mehr drehte. Auch am zweiten Tag blieb die Gruppe nicht ganz davon verschont, so dass es neben dem mountainbiken, auch mehre Lektionen in „wie befreie ich das Bike vom Matsch“ zu überstehen gab. Dem Spaß tat dies aber keinen Abbruch. Sowohl das Techniktraining als auch die Tour ins clubnahe Orangental machten den 16 Teilnehmern sehr viel Spaß. Auf dem Weg dahin ging es auch wieder über den berüchtigten „Monte Impossible“, der sich mit seinem zwar nur kurzen aber sehr steilen und tückischen Anstieg einmal mehr allen „Angriffsversuchen“ der Aldiana Gäste widersetzte. So bleibt es bei einem erlesen Kreis einer Hand voll Event-Gäste, die in den letzten 7 Jahren diesen Berg fahrend überwunden haben.
Am finalen Tag des Events führte die Tour auf den Klosterberg Stavravouni der sich schon vom Clubgelände aus sehend, imposant bis 650müM. auftürmt. Trotz dann wieder sehr guter Wetter-Bedingungen war Sabine auf eine alternativen Anstieg ausgewichen, um dieses mal garantiert gute Bodenbedingungen zu haben. Das hat blendet funktioniert und alle Teilnehmer schafften in ihrem individuellen Rhythmus problemlos den Anstieg zum ältesten Kloster auf Zypern. Belohnt von der grandiosen Aussicht waren die Aufstiegsmühen schnell vergessen. Auf dem Rückweg zum Club Aldiana rundeten ein Besuch im Cafe Aman/Anafotida, wo es zypriotische Spezialitäten zu genießen gab, den letzten Eventtag ab. Das Fazit fiel von allen Beteiligten sehr positiv aus. Alle hatten viel Spaß oder haben diesen sogar erstmalig beim Mountainbike so richtig gefunden. Sabine hat sich über das positive Feedback sehr gefreut und wird deshalb auch im nächsten Jahr wieder für Mountainbike Events im Aldiana Zypern zur Verfügung stehen.
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Olympia Countdown beginnt/ 14.11.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Am 11.11.11, genau 9 Monate vor der Mountainbike Entscheidung bei den Olympischen Spielen in London hat für Sabine der olympische Countdown begonnen. Nach leichten Trainings-Einheiten in heimischen Regionen, geht es für Sabine jetzt nach Zypern, um ein erstes Trainingslager zu absolvieren. Noch hat sie mit dem Handicap bzw. den Folgen des Ellebogenbruchs zu kämpfen, den sie sich vor knapp 7 Wochen beim letzen MTB Renneinsatz zugezogen hatte. Nach ersten Versuchen auf dem Bike mit einer speziellen Arm-Schiene meinte sie: "Es ging soweit ganz gut. Allerdings muss ich mich erst wieder etwas daran gewöhnen und kann derzeit nur kürzere Einheiten trainieren, da mit zunehmender Dauer der Arm anfängt zu schmerzen"

Bis zur Entscheidung im olympischen Mountainbike Rennen ist es noch eine lange Zeit, sollte man meinen. Doch tatsächlich ist es für Sabine jetzt schon höchste Zeit, mit der Vorbereitung auf ihr vielleicht letztes ganz große sportliche Ziel zu beginnen. Für das „Projekt Gold“ wie es Sabine selber nennt, müssen jetzt die Grundlagen gelegt werden, denn „Die Sommerathleten werden im Winter gemacht“. Für ein erstes Traininglager wird sie deshalb bis Anfang Dezember nach Zypern fliegen. Dort will sie die ersten so wichtigen Grundlagen- Kilometer sammeln. Diese werden noch nicht so intensiv sein, aber dafür etwas länger, soweit es möglich ist. Denn im Moment bereitet ihr die Armverletzung noch Schwierigkeiten. Wenn sie mehr als zwei Stunden auf dem Rad sitz, fängt der Arm an zu schmerzen. „Da muss ich durch und für Olympia geht man natürlich auch an die Schmerzgrenze. Ich hoffe aber, dass es bald besser wird. Vielleicht muss ich einfach noch etwas mehr Geduld haben, auch wenn es schwer fällt“. Noch vor ein paar Wochen war allerdings gar nicht sicher, ob sie wie geplant in die Saisonvorbereitung wird starten können. Die Vereltzung zwang sie seit Ende September zur Ruhe. Erst als der Bruch wieder die nötige Stabilität hatte, gab der Arzt grünes Licht um erst Versuche auf dem Rad zu wagen. Diese verliefen vor ein paar Tagen mit einer unterstützenden Manschette sehr positiv, auch Dank der guten Betreuung durch die Crossklink in Basel mit Dr. Anderas Gösele . „Ich bin froh, dass es überhaupt wieder geht. Das ist nicht selbstverständlich, wie ich jetzt schon von vielen Seiten gehört habe. Deshalb bin ich zuversichtlich ohne Trainingsrücksand in Wettkampsaison 2012 einseigen zu können, auch wenn ich jetzt noch nicht ganz so lange fahren kann wie ich es gerne würde“ ist Sabine optimistisch. Noch ist etwas Zeit, damit sich der geschwächte Halteapparat im Oberkörperbereich wieder komplett regenerieren kann. Allerdings beginnt die Mountainbike-Saison 2012 so früh wie nie zuvor. Schon Mitte März – einen Monat früher als sonst - steht der erste Weltcup in Südafrika auf dem Plan. Dort muss Sabine zwar noch nicht in Olympia-Form sein, aber trotzdem ist es natürlich eine erste Standortbestimmung, von der sie vor allem ein gutes Gefühl mit nach Hause nehmen will. Außerdem geht es auch darum, sich mit Blick auf die Weltrangliste eine gute Ausganglage verschaffen. „Es ist schon mein Ziel von Beginn an vorne mit dabei zu sein. Nur wen mir das gelingt, wird es realistisch sein, in London nochmals um Olympische Medaillen mitzufahren“ ist sich Sabine sicher. Dabei helfen wird ihr auch ihre Erfahrung. Es ist die 19. Saison die sie jetzt in Angriff genommen hat.
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Saisonende nach Ellbogen-Bruch/ 26.09.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Viel schlimmer hätte es für Sabine beim Bundesliga-Finale im Harz kaum kommen können. Sie wagte sich am Samstag zum ersten Mal an ein Sprint-Rennen. Doch das große Malheur passierte schon beim Training auf der Sprintstrecke. Sie trat aufgrund eines technischen Problems plötzlich ins Leere, flog schräg über den Lenker und prallte mit dem Arm auf den Boden. Erst einmal schien alles in Ordnung, lediglich eine Platzwunde am Knie und leichte Schmerzen im Unterarm waren die unmittelbare Folge. Deshalb sah sie auch keinen Grund nicht zu ihrem ersten Bundesliga-Sprint mit Qualifikations-Lauf und Finale anzutreten. Mit der viertbesten Qualifaktionszeit und Rang fünf im Finale, trotz eines missglückten Starts – der im Sprint meist schon über alles entscheidet – zeigte sie ein gutes Debüt beim neuen Mountainbike Format. Auch eine Trainingrunde auf dem sehr anspruchsvollen 4,5km langen Rundkurs in Bad Salzdetfurth war noch ohne größere Beschwerden möglich.
Am Abend im Hotel verschlimmerten sich die Schmerzen im Ellenbogen dann aber deutlich und nach einer unangenehmen Nacht hatte Sabine schon eine leise Vorahnung, dass es etwas gravierendes sein könnte. Für sie war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass sie unmöglich sein würde beim Cross-Country Rennen an den Start gehen zu können. Eine Schwellung und starke Schmerzen bei einer Druckbelastung waren deutliche Symptome. Am Morgen fuhr sie dann ins Krankenhaus nach Hildesheim. Dort wurde der Bruch des Radius-Köpfchens festgestellt. Eine Gips-Schiene war unvermeidlich um den Arm ruhig zu stellen und die Schmerzen in den Griff zu bekommen. „Die Saison ist damit gelaufen. Das ist wirklich schade, denn ich wollte im Finale nochmals um den Sieg mitfahren und hatte mich deshalb gut vorbereitet“, zeigte sich Sabine nach der Hiobsbotschaft frustriert. Der geplante Start bei der Marathon-Worldseries in Ornans (Frankreich) am kommenden Wochenende fällt damit ebenfalls flach.
Ob operiert werden muss, wird derzeit mit der Cross-Klinik in Basel noch abgeklärt. Allerdings sieht es aktuell so aus, dass ihr dies erspart bleibt und der Schaden konventionell in den Griff zu bekommen ist. So oder so muss sie nach Aussagen der Ärzte für Genesung etwa 6 Wochen einkalkulieren. Zumindest dem geplanten Start der Olympia-Vorbereitung Anfang November scheint damit nichts im Wege zu stehen.
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 Langer "Uphill" in Heubach
Weltcup Niveau/ 12.09.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Die ersten sechs Plätze hätten beim dritten Lauf zur Mountainbike Bundesliga in Heubach genau so auch bei einem Weltcup Rennen in der Ergebnis-Liste stehen können. Selten war ein Bundesliga-Rennen derart stark besetzt wie dieses Jahr in Heubach. Der günstige Termin und hohe UCI Status (Hors Kategorie), der zusätzliche Weltranglisten-Punkte bescherte, dürften die wesentlichen Gründe dafür gewesen sein. Deshalb war Sabine mit dem vierten Platz auf der ungeliebten Strecke – einmal hoch, einmal runter - sehr zufrieden. Damit stellte sie deutlich unter Beweis, dass sie bei den Weltmeisterschaften vor Wochenfrist eindeutig unter Wert geschlagen wurde. Ohne Rutscher in der ersten von gesamthaft 5 Runden hinauf zum Rosenstein, wäre vielleicht sogar eine Top Drei Platzierung, auf dem für Kletterspeziallisten prädestinierten Kurs, möglich gewesen. Souverän gewonnen hat das Rennen die WM Zweite von Champery, Maja Wloszczowska (POL).

Sabine zeigte am Rande der Schwäbischen Alb eindrücklich, dass sie zum Ende der Saison gut in Form ist und auch der Saisonhöhepunkt WM eine Woche zuvor ohne Sturz wohl weit besser ausgefallen wäre. Der Sturz spielte auf dem steilen und rutschigen Gelände in Heubach auch noch eine Rolle. „Bergab hatte ich schon Probleme. Das hängt vermutlich noch mit der WM zusammen“, meinte Sabine. Dazu rutschte sie in der ersten Runde im Downhill weg. Das war nicht weiter schlimm, doch zusätzliche Sicherheit gab das auch nicht gerade. So entstand eine Lücke zu den sechs Fahrerinnen vor ihr. Sabine Spitz konnte in der zweiten Runde zu Europameisterin Gunn-Rita Dahle (NOR) aufschließen und sie überholen. Dann erreichte sie die WM-Dritte Eva Lechner (ITA) und ging wenig später vorbei. Zwar schloss diese noch ein paar Mal auf, doch am Ende waren die gezeigten Qualitäten im Anstieg entscheidend. So wurde Sabine Vierte mit 3:11 Minuten Rückstand auf Maja Wloszczowska (1:21:49 Stunden). „Bergauf ging es erstaunlich gut. Dafür dass mir die Strecke gar nicht liegt, bin ich in diesem Weltklassefeld mit Rang vier sehr zufrieden“, bilanzierte sie beim zweitletzten Rennen der Saison.
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 Sabine kämpfte sich nach dem Sturz auf Rang 17
WM Pech für Sabine / 05.09.11
(Foto: A. Küstenbrück)
So hatte sich Sabine die Mountainbike Weltmeisterschaft 2011 in Champery/ Schweiz nicht vorgestellt. Beim Saisonhöhepunkt mussten sie nach einem unverschuldeten Sturz ihre Ambitionen auf eine vordere Platzierung begraben. Auf Platz 7 liegend wurde sie in der vierten von insgesamt sieben Runden in einer Steilabfahrt von einer Konkurrentin abgedrängt, überschlug sich und stürzte auf den Rücken. Nur mit Mühe und großer Atemnot konnte sie dass Rennen überhaupt fortsetzen. Auf Rang 25 zurückgefallen brauchte sie zwei Runden bis sie wieder einigermaßen ihren Rhythmus gefunden hatte. Erst gegen Ende des Rennens gelang es ihr dann, mit einer starken kämpferischen Leistung wieder Boden gut zu machen und so das Ziel doch noch auf Platz 17 zu erreichen. Im Teamrennen am Mittwoch konnte sie mit der drittbesten Rundenzeit der gestarteten Damen zeigen, dass die WM Form besser war als erwartet.

Im Vorfeld des WM Rennens war es für Sabine aufgrund ihrer, von körperlichen Problemen geprägten Vorbereitung eigentlich klar, dass es für sie ganz schwer werden würde, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Aus der dritten Startreihe in Rennen gegangen wurde sie in der verkürzten Startrunde im ersten Anstieg erst einmal eingeklemmt, so dass sie schon mit 40 Sek. Verspätung auf die Führenden erstmals das Ziel passierte. Doch nachdem sie sich aus der schwierigen Startphase befreien konnte, kam sie immer besser in Schwung fuhr bis zum Ende der dritten Runde bis auf Rang sieben nach vorne. Eine vordere Platzierung hatte sie zu diesem Zeitpunkt durchaus noch realistisch im Blick. „Eigentlich ging es ganz gut, ich habe mich gut gefühlt und kam mit den Bedingungen auf der Runde sehr gut zurrecht. Geholfen hat mir da auch das Haibike Fullsupension Bike. Es war die perfekte Wahl auf diesem ruppigen Untergrund“, meinte Sabine. In der vierten Runde wurde die Fahrt nach vorne dann aber jäh beendet. Eine Konkurrentin drängte sie an der Einfahrt zu einer steilen Abfahrt weg, so dass Sabine die richtige Linie nicht mehr traf. Sie fuhr mit dem Vorderrad in ein Loch, überschlug sich und stürzte auf den Rücken. Zudem verhedderte sich die Kette. „Ich habe keine Luft mehr bekommen und ich war mir nicht sicher ob ich überhaupt weiterfahren kann“, schilderte Sabine die die schwierige Situation. Sie wollte aber das WM Rennen auf keinen Fall aufgeben und biss auf die Zähne. Es dauerte bis zur letzten Runde, ehe sie wieder richtig in Fahrt kam und sich noch auf Rang 17 nach vorne arbeiten konnte. „Schade. Ein Medaillenrang wäre vermutlich nicht drin gewesen, aber die Top-Ten ganz sicher“, meinte sie. Am Ende standen 8:46 Minuten Rückstand auf die neue Weltmeisterin Catharine Pendrel (Kanada, 1:46:17 Stunden) zu Buche.
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Sabine vor WM in Champéry/ 01.09.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Im hintersten Winkel des Val d’Illiez gab es bereits Grund zur Zufriedenheit. Sabine fuhr als Mitglied des deutschen MTB-Teams eine starke Runde. Eine wichtigere Erkenntnis als Platz 5 bei der Addition von vier Zeiten. „Man soll nichts überbewerten, aber das gibt Selbstvertrauen für Samstag“, so der erste Eindruck von Sabine. Dann gilt es: WM-Showdown im Schatten der mächtigen Dents (Zähne) du Midi von Champéry. Noch vor einigen Wochen hätte sie eine Medaillen-Parole ausgegeben. Nach einer aber mehr als „steinigen“ Saison und zuletzt einem Sturz mit 50 km/h beim Straßenrennen relativiert Sabine: „Nüchtern betrachtet liegt das Podium diesmal eher außer Reichweite.“

Abwarten. Sabine kennt die Kurs, kam in der Vergangenheit mit den Anforderungen auf der 4,8 km-Runde gut zurecht, testete das Terrain nochmals in der letzten Woche. „Die Höhenmeter sind hier nicht das Problem, sondern die besondere Charakteristik. Ruppig, wurzelig, steinig. Am Ende einer heftigen Steigung folgt eine 180 Grad-Kurve und dann in der Direttissima nach unten.“ Dann schnellt der Maximalpuls auf 180 – die ARD plant, Bilder des Spektakels am Samstag in der „Sportschau“ zu senden, SF2 ist live (13.30 h) dabei.

Wahrscheinlich wählt Sabine ihr Haibike Fully Sleek, auch der „Test“ mit der Mannschaft signalisierte diese Materialwahl. Am Wochenende dürfte die Stimmung im MTB-Tal der Westschweiz mit zahlreichen aussichtsreichen Lokalmatadoren ihren Höhepunkt erreichen. Entlang des technisch anspruchsvollen Parcours werden auch die Fans von Sabine, in zweieinhalb Stunden aus Südbaden angereist, für lautstarke Unterstützung sorgen. Das kann die Weltmeisterin von 2003 gut gebrauchen. Nach einem schweren Sturz beim Weltcup in Kanada war es knüppeldick gekommen. Grippaler Infekt, Probleme beim Höhen-Trainingslager im Engadin, dann der Crash auf dem Asphalt. Praktisch seit dem Heim-Weltcup in Offenburg eine Verkettung von Pechsträhnen, die Nachwirkung des letzten Fauxpas spürt Sabine noch im Halswirbelbereich und der Beckengegend.

„Aber selbst wenn ich konditionell deshalb nicht maximal vorbereitet am Start stehe, kann ich vielleicht schnell meinen Rhythmus finden. Es kommt darauf an, nicht mit der ‚Brechstange‘ ans Werk zu gehen, dann ist vielleicht etwas möglich“, ihre WM-Prognose. Die Kanadierin Catharine Pendrel sowie Irina Kalentieva sind die es zu schlagen gilt.
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 Startphase in Basel
Podium in Basel / 28.08.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Beim Finale des Swiss Racer Cup in Basel bzw. Muttenz belegte Sabine Platz zwei. „Ich denke ich bin bereit für die Mountainbike WM.“ Auf diese Formel brachte Sabine ihr Ergebnis beim letzten und einzigen Test vor den Weltmeisterschaften. Bis in die letzte Runde hinein hatte sie mit ihrer Central Haibike Teamkollegin Kathrin Stirnemann (SUI) und der Britin Annie Last die dreiköpfige Spitzengruppe gebildet, die das Renngeschehen von Beginn an dominierte. Erst am letzten Anstieg konnte sich die Britin gegen Sabine knapp durchsetzen und einen kleinen Vorsprung heraus fahren. Sabine nahm das gelassen. Einerseits hat die junge Britin in jüngster Zeit Weltklassenniveau nachgewiesen und zum zweiten war Sabine das Feedback ihres Körpers viel wichtiger nachdem es ja zuletzt alles andere als „rund“ gelaufen war und dunkle Wolken am WM Himmel aufgezogen waren.„Das Rennen hat eine beruhigende Wirkung. Der grippale Infekt ist fast weg und die Statik stimmt offenbar auch wieder“, erklärte Sabine , die 27 Sekunden hinter Last (1:19:52 Stunden) ins Ziel kam. Damit ist Zuversicht ein wenig zurückgekehrt, auch wenn sie natürlich weiß, dass es sehr schwer werden dürfte in Anbetracht der eingehandelten Trainings-Defizite wegen der gesundheitlichen Probleme in den letzten Wochen.

Mit „Statik“, meinte sie denn auch körperliche Disbalancen, die sie vor zwei Wochen beim Weltcup in Nove Mesto nach einem heftigen Sturz bei einem Trainings-Rennen auf der Straße stark beeinträchtig hatten. Ein Osteopath hatte da wieder einiges gerade rücken müssen, das sich verschoben hatte, als sie mit 50 km/h auf den Asphalt geknallt war. „Ich konnte mich nun wieder voll belasten. Mit dem Ergebnis bin ich deshalb zufrieden. Auch weil ich versucht habe in den letzten Tagen den Trainingsrückstand wieder etwas aufzuholen und deshalb auch nicht ganz frisch am Start war. Bis zum WM-Staffel-Rennen am Mittwoch und zum Einzelrennen am Samstag müsste es aber passen“, zeigte sie sich erleichtert, nachdem sie zuletzt auch den Weltcup im Val di Sole wegen der Erkältungs-Grippe auslassen musste „Das war keine einfache Situation. Man sitzt auf heißen Kohlen und muss still halten obwohl man weiß, dass einem die Zeit mit Blick auf die WM davonläuft“ schilderte Sabine die Gefühlslage vor Wochenfrist. Jetzt hofft sie doch noch, dass rechtzeitig die Form kommt um bei der letzten WM vor den Olympischen Spielen im kommenden Jahr ein Zeichen setzen zu können, auch wenn die Erwartungen etwas gedämpft sind.
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 Eine Anspruchsvolle Strecke in Nove Mesto
Schwieriger Weltcup in Tschechien / 15.08.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Sabine nennt ihr Resultat beim sechsten Lauf zum Mountainbike Weltcup in Nove Mesto (CZE) auf Twitter „ein kleines Waterloo“, doch es gibt triftige Gründe für das enttäuschende Ergebnis. Zum einen steht für die Sabine alles im Zeichen der WM-Vorbereitung. Sie reiste deshalb erst am Samstag nach Tschechien an und hatte darum auch nicht genügend Gelegenheit sich den technisch schwierigen Kurs anzueignen, wie sie es normalerweise tut. Den Hauptgrund aber dafür, dass ihr an diesem Tag „der Punch“ gefehlt hat, ist vielleicht in einem Sturz bei einem Straßenrennen vier Tage zuvor zu suchen. „Ich vermute, da ist noch ein etwas blockiert. Anders kann ich mir das nicht erklären“, meinte Sabine. Mit ihrer Routine und Kampfgeist rettete sie vor gut 20.000 Zuschauern noch Platz 26 ins Ziel, 10:20 Minuten hinter Siegerin Catharine Pendrel (1:45:23 Stunden).
Gleich schon nach dem Start bahnte sich an, dass es für Sabine wohl sehr schwere 7 Runden werden würden. Denn bereits nach der Hälfte des Startloops war sie nicht mehr unter den besten 20 zu finden obwohl aus der zweiten Startreihe ins Rennen gegangen. „Es gelang mir von Anfang an nicht, dass Tempo mit den Schnellsten mitzugehen“ erklärte Sabine. Bei der ersten Zielpassage wurde sie als 31. notiert. Auch im weiteren Verlauf des langen Rennens gelang es ihr nicht mehr entscheidend Boden gut zu machen. „Ich hatte keine Kraft und keinen Rhythmus auf der anspruchsvollen Runde. Als ich merkte es geht nicht war das natürlich auch für die Moral nicht das Beste. Ich glaube das war eines meiner schwierigsten Rennen überhaupt“ Trotzdem gelang es ihr vor allem im letzten Drittel noch ein paar Plätze gut zu machen. „Im Moment habe ich tatsächlich keine echte Erklärung dafür. Vielleicht sind auch ein paar Dinge zusammengekommen. Ich muss jetzt aber nach vorne schauen und das Restprogramm bis zur WM möglichst optimal gestallten“ sagte sie mit ein wenig Abstand zum Rennen. Schon am kommenden Samstag steht das Weltcup-Finale in Italien auf dem Programm. Ob sie dieses wie geplant bestreiten kann bzw. wird ist noch nicht sicher.
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 Reifendefekt auf dem letzen KmHartes Rennen beid der EM
Keine EM Medaille nach Defekt / 08.08.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Bei den Mountainbike Europameisterschaften im slowakischen Dohnany hat Sabine einen Podestplatz nur knapp verpasst. Mit einem starken Finish hatte sie sich in Reichweite einer Medaille gebracht. Die Slowenin Tanja Zakelj auf Rang 3 lag in der letzten Runde nur noch zehn Sekunden vor ihr. Auf dem letzten Kilometer schlitzte dann aber eine Glas-Scherbe ihren Hinterrad-Reifen auf und ließen die Medaillen-Träume jäh zerplatzen. Im Ziel hatte Sabine nach den 29,16 Kilometern einen Rückstand von 2 Minuten auf Siegerin Gunn-Rita Dahle (NOR). Die Norwegerin verwies mit 33 Sekunden Vorsprung Weltmeisterin Maja Wloszczowska aus Polen auf Platz zwei. „Ob es ohne Defekt noch zu Bronze gereicht hätte, weiß ich nicht. Aber ich wäre auch lieber Vierte geworden als Sechste“, sagte Sabine sichtlich enttäuscht im Ziel.

Trotz der sehr hohen Temperaturen von um die 30°C hatte Sabine zwei Runden gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen. „Am Anfang lief es nicht so flüssig. Vielleicht fehlt mir noch die Wettkampfhärte“, räsonierte sie. Schon am Start verlor sie wertvolle Meter, die auf dem technisch sehr einfachen Kurs nur schwer wieder gut zu machen waren. Ab Runde drei schob sie sich von Rang acht auf sechs und blieb dort immer noch auf Schlagdistanz zu den Medaillenrängen Bronze und Silber. Die Norwegerin Gunn-Rita Dahle lag zu diesem Zeitpunkt bereits allein an der Spitze. Mit konstant starken Rundenzeiten schob sich Sabine auf dem ungeliebten, steilen und konditionell anspruchsvollen Kurs mit all ihrer Routine immer näher an das Trio Zakelj, Klemencic (beide Slowenien) und Weltmeisterin Wloszczowska (Polen) heran. In der letzten Runde überholte sie Vize-Weltmeisterin Irina Kalentieva (Russland) und auch die zurück gefallene Klemencic. Die Schlussoffensive wurde aber nicht belohnt. Mit plattem Hinterrad legte sie die letzten 700m teils fahrend, teils laufend bis in Ziel zurück und verlor die gewonnen Positionen wieder. Eine Reparatur wäre nicht möglich gewesen. „Es ist natürlich sehr ärgerlich aufgrund eines Defektes die Chance auf eine Medaille zu verlieren und die Konkurrentinnen vorbei fahren lassen zu müssen. Aber das kann passieren und gehört halt zum Mountainbike Sport“ trug es Sabine im Ziel mit Fassung. Der Blick geht für sie nach vorne. Denn schon in vier Wochen stehen die Weltmeisterschaften auf dem Programm. Dort hofft sie etwas mehr Glück zu haben.
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 Blick auf den Kurs oberhalb der ThemseSabine kurz vor dem Ziel beim Testrennen
Erfolgreicher Olympia Test / 31.07.11
(Foto: R. Schäuble)
Beim Olympia-Probelauf in London belegte Sabine Platz acht. Die Platzierung war dabei für Sabine eher nebensächlich. Viel wichtiger war es für sie, vom Testevent, für die Olympischen Spiele in London 2012 auf dem Areal der Hadleigh Farm wertvolle Informationen mit nach Hause zu nehmen. Dabei war es auch nicht unbedeutend, den Wettkampfcharakter der vorolympischen Veranstaltung an der Themsemündung zu haben. Denn nur so konnte man Erkenntnisse in vollem Umfang gewinnen. Aufgezeichnet auf einem Garmin GPS Gerät (Edge 800) hat sie so nach zwei Trainingstagen und einem Rennen im Blick auf die Olympischen Sommerspiele in London 2012 wertvolle Daten gesammelt, die starken Einfluss auf die Vorbereitung für das Rennen am 11.8. des nächsten Jahres haben werden.
„Wir haben viele Informationen gesammelt und werden jetzt unsere Schlüsse daraus ziehen“, erklärte Sabine den zahlreichen Reportern, nachdem sie das Ziel erreicht hatte. Die Journalisten wollten wissen welche Schwalbe-Reifen sie gefahren sei und mit wie viel Luftdruck. Ob sie mit ihrem Ergebnis zufrieden sei, das wurde sie aber von niemand gefragt.
Eine wichtige Erkenntnis, die Sabine mit nach Hause nahm, war die Gewissheit, dass sie 2012 auf dem 4,6 Kilometer langen Olympiakurs in der Grafschaft Essex eine Chance haben wird im Kampf um die Medaillen mitzumischen. Insofern war der Test schon mal erfolgreich. „Grundsätzlich liegt mir der Kurs. Ich denke aber, die Startphase sollte noch verändert werden. Da wurde schon mit Ellbogen gefahren. Und wenn du am Anfang nicht vorne dabei ist, dann ist es sehr schwer, weil es zu wenig Überholmöglichkeiten gibt“, zog sie eine erste Bilanz. Die Strecke ist ein ständiges auf und ab und anspruchsvoll, weil der lose Untergrund stets maximale Konzentration erfordert. Eine Woche vor der Europameisterschaft in Dohnany, Slowakei, war Sabine mit ihrer Form durchaus zufrieden. Im Rennen hinterließen die Trainingseinheiten, die sie auch noch am Samstag auf dem Kurs absolvierte, ihre Spuren. „Die Vorbereitung ist auf die EM ausgerichtet und für die sollte es passen“, meinte die 39-Jährige, die nach 28,1 Kilometer mit genau fünf Minuten Rückstand auf die Kanadierin Catharine Pendrel (1:32:04) als Achte das Ziel erreichte.
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Schwarzer Tag für Sabine/ 03.07.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Einen rabenschwarzen Tag erwischte Sabine beim vierten Lauf zum Mountainbike Weltcup in Mont Saint Anne in Kanada. Bereits in der ersten Runde hatte sie das Pech, dass sie von einer Konkurrentin ausgebremst wurde, nicht mehr ausweichen konnte und mit dem Brustkorb unglücklich auf einen Felsen prallte. Die Prellungen erschwerten die Atmung derart, dass sich Sabine bereits nach drei von fünf Runden daran dachte aufzugeben da sie im Grunde genommen permanent mit einer Sauerstoffschuld unterwegs war und so auch die Konzentration darunter litt. Bis dahin lag sie trotz Sturz in der ersten Runde immer noch sehr gut im Rennen. Nach zwei Runden hatte sie noch Kontakt zu den besten fünf.

Mit zunehmender Renndistanz machten sich die Probleme in Folge des Sturzes aber immer stärker bemerkbar und Sabine verlor zusehends an Boden. Ende der dritten Runde war sie gerade noch unter den besten Zehn, stoppte aber kurz wieder etwas Luft zu bekommen, versuchte es dann aber nochmals, da sie das Rennen nach Möglichkeit ins Ziel zu bringen. Kurze Zeit später, stürzte sie erneut schwer und prallte dabei mit dem Oberschenkel heftig auf einen Stein. Die Schmerzen waren dann so stark, dass sie aufgeben musste. Zum Glück stellte sich später heraus, dass es sich dabei lediglich um eine starke Prellung mit Bluterguss und Abschürfungen handelt. Allerdings muss sie mit einer zweiwöchigen Zwangspause rechnen. Denn Weltcup in Windham am nächsten Wochenende wird sie auf jeden Fall nicht bestreiten können. „Es ist extrem ärgerlich. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Das Wetter und der Kurs wären heute perfekt für mich gewesen. Aber ich konnte nichts machen“, bedauerte Sabine mit einem vom Schmerz verzerrten Gesicht.
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 Platz 2 im Ziel
WM Silber für Sabine / 27.06.11
(Foto: A. Küstenbrück)
Die einzigartige Serie von Sabine hat auch in Montebelluna/ ITA gehalten. Bei ihrer fünften Teilnahme an einer Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaft gab es für sie zum fünften Mal eine Medaille und damit die zwölfte WM Medaille insgesamt. Der Sieg ging an der Vorjahres-Dritte Annika Langvad (DEN), die an diesem Tag einfach einen Tick stärker war. „Es ist super hier wieder eine Medaille gewonnen zu haben. Das Rennen war nicht einfach und stark von der Taktik bestimmt. Ich denke ich habe heute das Optimum für mich erreicht“ freute sich Sabine über das erneute Edelmetall. Nach 98,3 Kilometern hatte sie im Ziel 1:56 Minuten Rückstand auf Siegerin Langvad (4:20:32 Stunden) aber 1:27 Min Vorsprung auf die Drittplazierte Ester Süss (SUI), die als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen war.

Die entscheidende Phase des Rennen begann nach der vierten Verpflegungsstelle bei km 60. Sabine ging als Erste in einen kurzen, steilen und auch technisch anspruchsvollen Anstieg. „Ich forcierte dort das Tempo ein wenig ohne jetzt direkt zu attackieren“ beschrieb sie die Situation. Das bis dahin rund 20 Damen starke Feld an der Spitze, fiel dabei sofort auseinander und einige der Mitfavoritinnen wie Gunn-Rita Dahle (NOR) und Blaza Klemencic (SLO) mussten ebenfalls Farbe bekennen. Übrig blieb ein 5köpfige Führungsgruppe mit Sabine, Annika Langvad, Esther Süss, Central Haibike Teamkollegin Elisabeth Brandau und die hoch gehandelte Europameisterin Pia Sundstedt (FIN), die allerdings kurz danach ebenfalls abreisen lassen musste. Das übrig gebliebene Quartet ging nach der letzten Verpflegung bei Kilometer 81 gemeinsam in den drittletzten Anstieg. Die taktische Vorgabe von Sabine die technische Abfahrt davor zu nutzen um sich ein wenig abzusetzen ging nicht ganz auf. Zwar fuhr sie als erste in den kniffligen Downhill, konnte aber keine entscheidenden Meter gut machen. Im Anstieg dann erfolgte die entscheidende Attacke der Dänin. „Ich konnte zu diesem Zeitpunkt das Tempo von Langvad nicht mitgehen“ schilderte die Deutsche Meisterin die Situation, die sich durch die Tempoverschärfung nun aber auch deutlich von der Schweizerin Süss absetzte. An den Kräfteverhältnissen auf den Medaillenrängen änderten auch die letzten 10 Kilometer nichts mehr.
Nach der kräftezehrenden Marathon WM macht sich die frischgebackene Vize-Weltmeisterin direkt auf den Weg nach Kanada. In Mt. St. Anne/ Quebec findet am kommenden Samstag der vierte Lauf zum Mountainbike Weltcup statt.
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Ziel Marathon WM Medaille / 24.06.11
(Foto: R. Schäuble)
Nach dem zehnten deutschen Meistertitel im Cross Country und guten Weltcup-Resultaten (Platz 3) peilt Sabine den ersten echten Saison-Höhepunkt an. Die MTB Marathon-WM am Sonntag in Italien. „Ich will eine Medaille“, sagt sie selbstbewusst. Warum nicht. 2009 hat sie das Regenbogentrikot über die Langdistanz gewonnen, 2007, 2008, 2010 jeweils die Silbermedaille. Referenzen, die ebenso für einen möglichen Erfolg sprechen wie die starke Form und die 98-km-Distanz, gespickt mit 2300 Höhenmetern. In Montebelluno, das sich zum Mountainbike-Paradies Venetiens entwickelte, aber auch schon die Straßen-WM ausrichtete, dreht sich alles um das Auf und Ab. Alle Startplätze für das parallel ausgeschriebene Jedermannn-Rennen sind vergriffen - viele wollen hoch hinaus zwischen Piave-Fluss und den Bergen des Il Montello. „Ein Sägezahnprofi“, beschreibt Sabine den Kurs.

Der Mountainbike Sport ein Jahr vor dem olympischen Kräftemessen in London verlangt auf jedem Terrain professionellste Planung. Nach dem nationalen Erfolg und drei Wettkampf-Wochenenden hatte Sabine Spitz Power rausnehmen wollen. Ihre Aktiv-Pause klingt allerdings wenig erholsam. „Runden mit dem Rennrad durch Schwarzwald und Jura: mit bis zu fünfeinhalb Stunden, mit vielen Steigungen...“ Sabine spricht dennoch von „Genuss-Touren. Die Natur zu erleben, ist eine Abwechslung und hilft auch mental, den Energiespeicher aufzuladen.“ Kilometerhärte zu erreichen, sei kein Problem. „Das Basis-Training für Cross Country verleiht genügend Substanz für längere Distanzen. Und in den voll bepackten Saisonplan passt die WM in Italien, „weil sie das Ende eines Ausdauer-Blocks markiert.“ Die Konkurrentinnen wie Gunn-Rita Dahle (NOR), Esther Süß (CH), Pia Sundsted (FIN) – und Teamkollegin Lisa Brandau starten im Veneto. Das verspricht aber alles andere als einen Capuccino-Plausch. Die Strecke ist gespickt mit Single Trails, wie das Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix mit Namen und Schwierigkeitsgraden (1 bis 5 Sterne) versehen. Dennoch verzichtet Sabine auf ein Fullsuspension – für die lange Distanz taugt das klassische Haibike, zumal Petrus schönes Wetter verspricht. „Je wärmer desto besser“, schmunzelt die Podiums-Anwärterin. Die Gegend liefert die allerbesten Prosecco. Zum Beispiel aus dem Weinort Valdobbiadene. Leider keine Zeit, direkt nach dem Titelkampf geht es zurück: am nächsten Dienstag startet der Flieger Richtung Kanada, zum Weltcup.
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 Doppelsieg für das Central Haibike Pro TeamGemeinsam in die letzte Runde
In 10 Jahren zehnter DM Titel / 06.06.11
(Foto: ego Promotion)
Selten war das Damen-Rennen einer Deutschen Mountainbike-Meisterschaft so dramatisch, wie an diesem Sonntag in Albstadt. Sabine als Titelverteidigerin und Elisabeth Brandau lieferten sich ein prickelndes Duell, und das vor großer Zuschauerkulisse und großartiger Stimmung. Dabei gelang es Sabine trotz Sturz und technischen Problemen 10 Jahre nach ihrem ersten Meistertitel ihren zehnten Deutschen Meistertitel im Olympischen Cross-Country zu feiern. Sie siegte in einer Fahrzeit von 1:24:16 Std, 34 Sek. vor Central Haibike Teamkollegin Elisabeth Brandau. Nach einem üblen Sturz in der zweiten von insgesamt fünf Runden schien die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt. Fast eine ganze Minute hatte sie durch das Missgeschick eingebüsst. Sabine zeigte aber Kampfgeist und arbeitete sich mit aufgeschürftem Knie und blutiger Nase Eingangs der letzten Runde wieder an die Spitze heran. Im letzten 30% Anstieg zum „Bullentäle“ gelang es ihr dann die entscheidenden Meter zum Sieg herauszuholen. Mit aller Routine bewältigte sie die letzte Abfahrt ins Ziel, wo sie von den zig tausenden von Zuschauern begeistert empfangen wurde. „Das war mein schwerster Titelgewinn überhaupt. Ich bin super glücklich, dass des geklappt hat.“ freute sich Sabine im Ziel.

Es hatte alles ganz entspannt begonnen und es schien als ob Sabine ohne größere Schwierigkeiten ihren Titel verteidigen würde. Schon nach der ersten Runde des Rennens über 25 Kilometer hatte sie die Regie übernommen. Mit beruhigenden Zehn Sekunden Vorsprung ging es in die zweite Runde, doch dort nahm der Krimi seinen Lauf. Im Aufstieg musste Sabine wegen eines Kettenklemmers vom Bike. Brandau ging vorbei und auch Adelheid Morath passierte die Olympiasiegerin. Sabine konnte hinter der Freiburgerin wieder auf ihr Bike springen und fuhr mit einem Kraftakt kurz vor dem nächsten Singletrail wieder an Morath vorbei. „Da war mein Puls wohl ein bisschen zu hoch, und die Konzentration nicht die beste, als ich in die Abfahrt bin“, erzählte sie später im Ziel. Die Folge war ein Sturz, der aber erst richtig folgenreich wurde, als Morath hinter ihr nicht mehr bremsen konnte und in sie hineinfuhr. Verschobene Bremshebel, Abschürfungen und eine blutende Nase waren die übel aussehenden Folgen, sowie ein Zeitverlust von gut 50 Sek. auf die nun Führende Elisabeth Brandau. Morath konnte Sabine zwar rasch wieder überholen, doch ihre Teamkollegin erwies sich wenig überraschend, als hartnäckige Konkurrentin und bestätigte damit die Stärke des Central Haibike Pro Teams an diesem Tag. In den harten Anstiegen bot Brandau bis zur Rennhälfte sehr gut Paroli und nur in den Abfahrten nahm ihr Sabine wieder einige Sekunden ab. In der vorletzten Runde begann es zu regnen und die Strecke wurde glitschiger. Das machte es für die schwächere Fahrtechnikerin Brandau etwas schwieriger und als sie auf der vierten Runde in der Abfahrt etwas ins Straucheln kam, schloss Sabine die Lücke vollends. Wie in einem perfekten Drehbuch ging der „Central Haibike Express“ gemeinsam in die letzte Runde. „Ich wollte als erste in den Downhill gehen“. erzählte Sabine später. Dies schaffte sie, wobei die 14 Jahre jüngere Brandau am letzten Berg durchaus nochmals dagegen hielt. Im „Teufelscorner“ – da wo sie zuvor gestürzt war - gelang es Sabine dann sich abzusetzen und fuhr zu ihrem insgesamt 13. DM-Titel (drei im Marathon). „Es war ein hartes Stück Arbeit und je älter ich werde, desto wertvoller werden die Titel“, kommentierte die neue und alte Meisterin, die 2001 ihren ersten DM Titel gewonnen hatte.
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 Peter Schell, Schauspieler und Hauptdarsteller der TV-Serie "Die Fallbers" war beeindruckt vom MTB Spektakel in Offenburg
Enttäuschung in Offenburg / 30.05.11
(Foto: Matthias Scheibengruber)
Die Mountainbike-Gemeinde zelebrierte im badischen Offenburg zum fünften Mal ein großartiges Fest. Bei idealen äußeren Bedingungen hatten Zehntausende Zuschauer wieder den Weg an den Schwarzwaldrand gefunden und erlebten ein MTB-Spektakel vom Feinsten. Die Voraussetzung waren für Sabine damit optimal um an das herausragende Ergebnis der Vorwoche in England anknüpfen zu können. Und dass die Motivation im heimischen Baden natürlich besonders groß war versteht sich eigentlich von selbst. Dementsprechend offensiv ging Sabine in den Damen-Wettbewerb und machte schon in der „Startloop“ klar, dass sie sich für das Heimrennen besonders viel vorgenommen hatte. Auch nach der ersten vollen Runde – von insgesamt 5 - lag Sabine zur Freude der vielen Fans mit Rang 3 noch sehr gut im Rennen. Doch danach sollte sich der Rennverlauf nicht so entwickeln wie erhofft. Vielleicht war sie zu offensiv am Anfang, wie sie später vermutete und fiel im Laufe des Rennens bis auf Rang 12 zurück. Das bedeutete zwar das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr, aber die Gefühlslage war eine ganz andere.

Nach dem Zieleinlauf verzog sich Sabine erst einmal in ihr Concorde-Wohnmobil. Zu groß war die Enttäuschung über den gescheiterten Versuch beim Heimweltcup das Top-Ergebnis der Vorwoche - als die Dritte in England wurde - zu wiederholen. Dabei hat es perfekt begonnen. Nach grandiosem Start machte sie an der Spitze des Feldes mit das Tempo und fühlte ich sehr gut dabei. „Es lief perfekt und hatte in diesem Moment eigentlich nicht das Gefühl über das Limit zu gehen“ schilderte sie die Situation. Bei der ersten Verpflegung unterlief ihr dann allerdings ein seltener taktischer Fehler: “Ich kam als zweite in der Gruppe an, wurde aber nach links abgedrängt und musste so erst mal warten um von rechts meine Verpflegung zu bekommen“ berichtete sie nach dem Rennen. Als letzte der 12er Gruppe versuchte sie danach schnellst möglich wieder nach vorne zu kommen. Auch das kostetet wohl die entscheidenden Reserven, was dazu führte dass sie zwar kurzfristig wieder bis auf Rang 7 nach vorne kam, aber ab der dritten Runde kontinuierlich an Boden verlor. Da konnten die vielen Fans an der Strecke von den Sabine lauthals unterstütz wurde auch nichts mehr ausrichten. Die Richtung zeigte nach hinten und stoppte erst auf Rang 13. In der Schlussrunde konnte sich Sabine noch einmal etwas fangen und verbesserte sich nochmals bis ins Ziel auf Platz zwölf, mit 3:47 Minuten Rückstand auf die französische Siegerin Julie Bresset (1:28:59 Stunden). Damit durfte sabine die gleiche Platzierung verbuchen wie im Vorjahr. Allerdings war dort die Ausgangslage eine ganz andere. Nach überstandener Verletzung war es der erste Weltcup, den sie aus einer hinteren Startposition aufnehmen musste. Trotzdem relativierte Bundestrainer Frank Brückner die persönliche Enttäuschung von Sabine ein wenig: „Der zwölfte Platz ist kein Beinbruch. In Anbetracht der Umstände ist sie ein starkes Rennen gefahren. Die Weltspitze ist einfach extrem eng geworden“
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 Viele Fans in Offenburg
Heimspiel in Offenburg/ 27.05.11
(Foto: R. Schäuble)
So kann es weitergehen. Oder: alles läuft bisher planmäßig für Sabine bei ihrem langen Anmarsch zu den Olympischen Spielen 2012 in London. Am Wochenende steigt beim Weltcup in Offenburg das Heimspiel für Sabine: „Für mich eine der wichtigsten Stationen in dieser Saison“ sagt. Sie kennt das Terrain wie ihre Westentasche, dort trat sie während ihrer Karriere bereits sechs Mal an. Vor drei Jahren überredete sie sogar Journalisten, sich bei einer gemeinsamen Strecken-Inspektion mit dem Bike den Schlüsselstellen, ob Wolfsdrop oder Snakepit, zu nähern. Die Damen und Herren der Laptops blickten ehrfürchtig in die Tiefe und überließen Sabine gerne die Demonstration. „Offenburg ist der der einzige deutsche Weltcup, die Strecke gehört zu den spektakulärsten auf der Welt, nirgendwo wird Mountainbike so zelebriert“.

25.000 Zuschauer werden erwartet: Gänsehaut-Feeling, Begeisterung, die Sportstars rücken für einmal so in den Mittelpunkt. „Natürlich hoffe ich aufs Podium. In der Vergangenheit verhinderte manchmal nur Pech eine bessere Platzierung als Rang 5 – 2007“ Einmal versank das gesamte Gelände, einschließlich der Protagonisten, im sintflutartigen Regen. Für dieses Wochenende lauten die Prognosen auf Sonne und Wärme. Das mag Sabine.

Also weiter so, in der Renn-Arithmetik. Platz 7 beim Auftakt in Südafrika, zuletzt Dritte – und wieder auf dem Weltcup-Treppchen - in Yorkshire.Schon am Mittwoch erfolgte das erste Rendezvous mit dem zunächst noch extrem trockenen Kurs, den sie mag. Nichts bleibt dem Zufall überlassen: Offenburg verlangt höchste Konzentration. Und eine exakte Materialwahl. In Münsingen (Platz 3) wie in England erweis sich das Haibike Full Suspension Sleek als ideales Arbeitsgerät, vorher beim Swiss Cup in Solothurn testete sie die neuen Schwalbe „Racing Ralph“ Reifen. Mit Startnummer 4, entsprechend der neuen Platzierung in der Weltcup-Gesamtwertung, ist die Ausgangslage beim Get together der Weltklasse in Mittelbaden verheißungsvoll.
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 Sabine in der "grünen Hölle" von Dalby Forest
Zurück auf dem Weltcup Podium/ 24.05.11
(Foto: Ego Promotion)
Sabine hat beim zweiten Lauf zum Mountainbike-Weltcup in Yorkshire, Dalby Forest (GBR) in einem dramatischen Rennen Rang drei belegt. Sie wurde lediglich von der Französin Julie Bresset (1:40:59 Std.)und der Dänin Annika Langvad bezwungen. Vor drei Jahren - in Fort William (Schottland) - stand Sabine zum letzten Mal bei einem Weltcup-Rennen auf dem Podest. „Ich bin super happy. Ich wusste, dass ich am letzten langen Anstieg unbedingt dran bleiben musste, um eine Chance zu haben. Jetzt habe ich eine gute Ausgangsposition für meinen Heim Weltcup in Offenburg», sagte Sabine mit dem Verweis auf den nächsten Lauf am kommenden Sonntag. Sabine wählte für den sehr technischen, schnellen aber auch äußerst ruppigen 6 Kilometer langen Rundkurs auf dem 160 hm zu überwinden waren, das Haibike Fullsupension Bike „Sleek“. Ein perfekte Wahl wie sich herausstellte. „Gerade auf den sehr schnellen Singletrail-.Passagen gelang es mir immer wieder mit meinem vollgefederten Bike, Boden auf die Konkurrentinnen gut zu machen“ analysierte Sabine nach dem Rennen. Allgemein erwies sich die Runde im „Dalby Forest“ als recht tückisch. Unkonzentriertheiten wurden umgehend mit Stürzen und Defekten quittiert. Durch Rang drei in der Tageswertung machte Sabine auch In der Weltcupgesamtwertung einen Sprung nach vorne und verbesserte sich auf Rang 4. Dies wird in Offenburg auch ihre Startnummer sein.

Trotz eines Fahrfehlers auf der kurzen Einführungsrunde war Sabine von Beginn an in den vordersten Positionen zu finden. Zusammen mit Weltmeisterin Maja Wloszczowska (Polen) machte sie sich auf die Verfolgung des Duos Chengyuan Ren (CHN) und Julie Bresset, das sich schon in der ersten der insgesamt fünf Runden leicht absetzen konnte. Allerdings vergrößerte sich der Vorsprung der beiden in den folgenden Runden erst einmal auf über 1:20 Minuten, so dass die ersten Plätze schon vergeben schienen. Von hinten schlossen mit Catharine Pendrel (CAN) und Eva Lechner (ITA) zwei weitere Fahrerinnen zu Sabine und der Polin auf, die fortan ein Qurett bildete. In der vorletzten der insgesamt fünf Runden kam auch noch die Dänin Annika Langvad dazu, so dass ein sehr enger Kampf um den verbliebenen Podiums-Platz bzw. die Top5-Plätze entbrannte. Langvad machte in der letzten Runde Tempo, wobei nur Sabine auf dem technisch anspruchvollen Terrain dran bleiben konnte. Mit Rundenbestzeiten gelang den beiden ihre Konkurrentinnen abzuhängen. Alles deutete nun auf einen Zweikampf um Rang drei hin. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel passierte das Duo dann aber auch noch die einbrechende Chinesin Ren, die noch Rang 5 in Ziel retten konnte. Fast gemeinsam mit der Dänin bog Sabine auf die lange, leicht ansteigende Zielgerade ein. Doch der Vorteil lag auf der Seite von Langvad, die etwas stärker war und die Zielline nach 32,15 Kilometern mit 1:03 Minuten Rückstand auf Bresset (1:40:59 Stunden) als Zweite überquerte. Für Sabine wurden als Dritte knapp dahinter 1:06 Minuten Differenz auf die Siegerin notiert.
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Zweiter Weltcup für Sabine/ 20.05.11
(Foto: Ralf Schäuble)
Am Sonntag beim zweiten Lauf zum Mountainbike-Weltcup im Dalby Forest hat sich Sabine eine Platzierung unter den besten Fünf zum Ziel gesetzt. In einem Interview bezüglich der DM in Albstadt lässt sie keinen Zweifel daran, dass sie wieder ganz vorne mitmischen will. Das Podium sei für sie in jedem Weltcup ein Ziel, sagte Sabine in diesem Interview. Aber wenn man Olympiasiegerin ist und insgesamt 21 internationale Medaillen gesammelt hat, dann sind solche Ziele wohl auch normal. Allerdings sind ist es bereits drei Jahre her ist, dass sie das geschafft hat. Es war in einem Weltcup zum letzten Mal 2008 in Fort William, damals als Dritte hinter Prémont (CAN) und Fullana (ESP). Die lange Podiums-Abwesenheit hat aber vor allem auch damit zu tun, dass Sabine schon 2009 an den Problemen litt, die dann zu der Operation im Beckenbereich führten, die auch ihre Saison 2010 massiv beeinflusste.

In Pietermaritzburg schien das Ziel noch ein wenig vermessen, aus ihrer schlechteren Startposition heraus, aber jetzt, da sie im Dalby Forest als Siebte aufgerufen wird, könnte das hin hauen. In North Yorkshire kann sie sich jedenfalls beweisen, dass sie auch als 39-Jährige noch voll konkurrenzfähig ist. „Mein Minimalziel ist es in Offenburg in der ersten Startreihe zu stehen. Um da sicher zu gehen, muss ich in Dalby unter die besten fünf fahren“, sagt Sabine, die 2010 nicht in England dabei war. Die Strecke könnte ihr durchaus liegen. Sie gilt als eher unrhythmisch und nicht so selektiv, wie man an den spannenden Rennen im Vorjahr gesehen hat. Wenn sie unverändert ist, müsste Sabine damit gut zurecht kommen, zumal sie mit ihrem voll gefederten Mountainbike dem Haibike Sleek das optimale Material für die Strecke hat.

Die drei wichtigen Wochenenden, mit zwei Weltcups und der DM, die jetzt hintereinander kommen sieht Sabine als weniger problematisch an. „Wenn die Form am Sonntag stimmt, dann stimmt sie auch für die DM“, sagt sie selbstbewusst.
Dass sie dort ihren insgesamt 13. DM-Titel holen will, daran lässt Sabine Spitz auch keinen Zweifel, zumal in Albstadt, wo sie schon viermal, zweimal bei der DM und zweimal beim HC-Rennen, gewonnen hat. „Albstadt ist ein Erlebnis“, schickt sie schon mal schöne Grüße an das dortige Publikum.
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 Drehszene im Wald
TV Premiere für Sabine/ 12.05.11
(Foto: SWR Fernsehen)
Eine echte Premiere gibt es am kommenden Sonntag 15. Mai im SWR-Fernsehen der ARD zu sehen. Sabine hat einen Auftritt in der Fernsehserie „Die Fallers – Eine Schwarzwaldfamilie“ (19.15 Uhr, SWR Fernsehen). Als wohl erste Mountainbikerin überhaupt wird sie in einer TV-Serie zu sehen sein. Das Gastspiel war „das Eintauchen in eine ganz andere Welt und eine besondere Herausforderung“ wie sie im Interview verrät. Sie scheint ihre Sache auf fremden Parkett recht ordentlich gemacht zu haben, denn im Herbst dieses Jahres und in Mai nächsten Jahres wird Sabine zwei weitere Male bei den Fallers dabei sein.
Sabine bringt in ihrer „Rolle“ Faller-Enkel Albert (Alessio Hirschkorn) auf ganz neue Gedanken. Der nämlich befindet sich nach einem üblen Mobbing-Vorfall in der Schule in keinem guten Gemütszustand. Sein Onkel Karl Faller (Peter Schell) überredet ihn nur mit Mühe und Not zum Mountainbiken im Wald, wo es zu einem Beinahe-Zusammenstoß mit einem anderen Biker kommt. Der allerdings entpuppt sich als Sabine. Karl erkennt sie sofort und Albert ist fasziniert. Als Sabine der Einladung Karls auf den Fallerhof Folge leistet, hat das ungeahnte Folgen… sowohl für Albert als auch ein wenig später für die Schwarzwaldgemeinde Schönwald…
Die Szenen mit Sabine entstanden Ende Mai/Anfang Juni 2010 auf dem Fallerhof in der Nähe von Furtwangen und im September 2010 in den Faller-Studios des SWR in Baden-Baden. Dabei entstanden auch die Action-Szenen, die im Wald bei Baden-Baden gedreht wurden.
Sabine wird bis Ende 2011 insgesamt zweimal bei den Fallers zu sehen sein:
am 15. Mai in der Folge "Unermüdlich" (Folge 695) - und dann noch einmal nach der Fallers-Sommerpause am 2. Oktober in der Folge "Türkische Pizza" (Folge 703). In der Oktober-Folge übernachtet sie als Feriengast auf dem Faller-Hof und regt bei der Gelegenheit einen Mountainbike-Trail in der Gemeinde Schönwald an... Was unweigerlich zu politischen Verwicklungen im Rathaus führt.
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Sabine im SWR-Interview:/ 12.05.11

- Waren die Dreharbeiten bei den "Fallers" Ihre ersten Dreharbeiten für ein fiktionales Format?
Ja absolut. Bisher habe ich mich vor der Kamera lediglich als Leistungssportlerin in einer realen und stets von Aktualität geprägten Umgebung bewegt, wo es darum ging über sportliche Ereignisse zu berichten. Es war eine ganz neue Situation für mich in einer fiktiven Handlung mitzuspielen, in der durch das Drehbuch alles genau festgelegt war.

- Wie waren die Dreharbeiten für Sie?
Sehr spannend. Ich hätte niemals gedacht, dass der Aufwand für die Produktion von 30 Fernsehminuten derart aufwändig ist. Ansonsten hatte ich es ja recht einfach, da ich nur mich selbst spielen musste und die Dialoge so angepasst wurden, wie ich es wohl auch in der Realität sagen würde. Trotzdem war es anstrengend und erforderte viel Konzentration, da der Text sehr oft identisch wiederholt werden musste für die unterschiedlichen Einstellungen. Aber es hat viel Spaß gemacht. Man ist da einfach auch in eine ganz andere Welt eingetaucht.

- Was hat Ihnen bei den Dreharbeiten am besten gefallen/was hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Es war sehr beeindruckend zu sehen wie sich die Profis von ihrer realen Persönlichkeit spontan in die Filmfigur verwandeln können und plötzlich einen ganz anderen Charakter repräsentieren, der mit dem privaten Menschen kaum mehr etwas zu tun hat. Diese Erfahrung kann man glaube ich nur machen wenn man unmittelbar in die Dreharbeiten involviert ist. Beeindruckend war auch das ganz Drumherum, also das Set, der große Stab an Personen im Hintergrund. Darüber macht man sich ansonsten kaum Gedanken und hat keine Vorstellung was daneben alles passiert. Besonders gefallen hat mir dabei, dass die gesamte Crew wie eine große Familie war.

- Wie war die Zusammenarbeit mit den Fallers-Schauspielern und dem Drehteam?
Super. Es wurde mir von Anfang an das Gefühl gegeben mit zur Faller-Familie zu gehören. Als absoluter Neuling in diesem Geschäft hat mir das sehr geholfen und viel Sicherheit gegeben. Dazu habe ich auch etliche Tipps bekommen wie man mit der einen oder anderen Situation umgeht. Peter Schell hat mir auch noch eine persönliche Yoga Stunde gegeben. Dafür werden wir mal gemeinsam eine „echte“ Mountainbike-Tour machen.

- Gab es eine lustige Anekdote/Texthänger etc.?
Na ja Texthänger gab es einige, aber letztlich habe ich es mit der Unterstützung der Regie und der Kollegen glaube ich immer ganz gut hinbekommen. Lustig war, dass die Requisite noch künstliche Bäume „gepflanzt“ hat für die Fahrszene, um der Vorgabe im Drehbuch besser zu entsprechen und es zuerst gar niemand gemerkt hat. Das war perfekte Arbeit.

- Haben Ihnen die Dreharbeiten Lust auf mehr gemacht? Falls ja: wieder als Sie selbst oder in einer ganz anderen Rolle?
Würde ich schon sagen. Allerdings ist es im Moment schwierig, das mit dem Leben als Leistungssportler in Einklang zu bringen. Aber mal sehen, wenn es wieder mal die Chance gibt, wäre das natürlich toll. Vielleicht dann auch in einer ganz fiktiven Rolle. Das wäre sicher nochmals eine ganz andere Herausforderung.
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Podium in Solothurn/ 08.05.11
(Foto: R. Schäuble)
Als letzten Test vor dem wichtigen Dreier-Wettkampfblock mit den Weltcups in England, Offenburg und den Deutschen Meisterschaften bestritt Sabine den international sehr gut besetzten Swiss Racer Cup in Solothurn. Direkt von den Garmin GPS-Experience-Days in Sölden/AUT angereist, war die Vorbereitung auf den Dritten Lauf der Schweizer Rennserie allerdings nicht ganz optimal. Trotzdem behauptete sich Sabine von Beginn an in der Spitzengruppe, des sehr schnellen Rennens und belegte nach 6 Runden und 33km Rang 3. „Die Form ist grundsätzlich gut.“ war für sie die wichtigste Erkenntnis nach dem Rennen, bei dem Sabine auf ihrem Haibike Greed auch die nächste Generation des Schwalbe Reifens „Racing Ralph“ getestet hat, der 2012 auf den Markt kommen soll.

„Mit dem Ergebnis und damit wie die Beine funktioniert haben, bin ich sehr zufrieden. Ich denke ich kann optimistisch auf die nächsten Wochen schauen, die es in sich haben werden.“ Dieses Fazit von Sabine ist auch dem Termin geschuldet, den sie noch am Tag vor dem Wettkampf für Sponsor-Partner Garmin in Sölden wahrgenommen hat. „Die Vorbereitung auf den Wettkampf war etwas schwierig, auch wenn der Tag mit Garmin in Sölden viel Spaß gemacht hat und es viel Neues rund um das Thema GPS zu hören gab. Aber nach der Reise habe ich mich schon noch ein wenig müde gefühlt, so dass ich gerade in den steilen Anstiegen etwas Probleme hatte dem hohen Tempo zu folgen “, bekannte sie nach dem Rennen. So gelang es ihr nicht, in der zweiten Runde bei der Tempoverschärfung von Marathon-Weltmeisterin Esther Süss (SUI) an einer Steigung mitzugehen. Die entstandene Lücke war nicht mehr zu schließen und Sabine duellierte sich dann für drei Runden mit deren Landsfrau und Lokalmatadorin Nathalie Schneitter. Durch einen Ausrutscher an einer steilen Rampe ging aber auch da der Anschluss in der zweitletzten Runde verloren. „Ich bin danach etwas vorsichtiger in den Downhills geworden, was natürlich gegenüber Natalie - die hier jeden Stein kennt - fatal war“ schilderte Sabine die Situation. Dagegen gelang es Europameisterin Katrin Leumann (SUI) und Vize-Weltmeisterin Irina Kalentieva (RUS) souverän in Schach halten und so verdient Rang drei in der Endabrechnung zu belegen. Im Ziel hatte Sabine 1:41 Minuten Rückstand auf Süß (1:30:40 Stunden) und notierte für sich: „In Richtung zweiter Weltcup bin ich auf dem richtigen Weg.“
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 Sabine beim ersten Weltcup
Gelungener Weltcup-Auftakt/ 23.04.11
(Foto: R. Schäuble)
Es war eine durchaus schwierige Aufgabe, die sich Sabine beim ersten Weltcup-Rennen der Saison in Pietermarizburg/Südafrika stellte. Aber sie löste diese mit ihrer Routine praktisch perfekt. Aus einer schlechten Startposition ins Rennen gehend, schaffte sie den Sprung unter die besten 10 und wurde siebte. Der Sieg ging an die Chinesin Chengyuan Ren, die sich gegen die Französin Julie Bresset und die Russin Irina Kalentieva nach 1:32:36 Std. durchsetzte. „Ich denke, ich habe heute für mich das Optimum herausgeholt. Den nächsten Weltcup kann ich aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen, das war das Ziel“, zog Sabine eine positive Bilanz nach dem Zieleinlauf.
Nach dem Startschuss des 70köpfigen Feldes gab es für Sabine erstmal keine echte Chance entscheidend Boden gut zu machen. Schon nach wenigen Metern verengte sich die breite Start-Zielgerade auf nur eine Fahrspur, so dass zuerst einmal Gelassenheit wichtig war. Erst nach gut einem Kilometer ging es wieder auf einen breiten Waldweg, wo die Möglichkeit bestand, sich von der 37isten Startposition nach vorne zu arbeiten. Damit war es von Anfang an auch so gut wie aussichtslos, in den Kampf um die Podiumsplätze eingreifen zu wollen. Trotzdem wurde Sabine bereits nach der ersten Runde auf Position 16 notiert. Damit schien zumindest ein Minimalziel schon mal erreicht. Denn für die zweite Weltcup-Runde in Dalby Forest/ Großbritannien hätte dies Startreihe zwei bedeutet. Allerdings war da noch nicht Endstation für Sabine, die auf den ersten Kilometern der tückischen und fahrtechnisch sehr anspruchvollen Runde in Pietermaritzburg viel Druck machte. Im weiteren Verlauf kletterte sie immer weiter nach vorne und fand sich schnell unter den besten 10 wieder. Lediglich in der dritten und vierten der insgesamt 5 zu fahrenden Runden hatte sie nach zwei kleineren Stürzen den Rhythmus ein wenig verloren. Auf den letzten 6 Kilometern lief es dann wieder rund, so dass sich Sabine nochmals um zwei Ränge auf Position 7 verbesserte. Auch wenn mit 5:18 Minuten der Rückstand auf die siegreiche Chinesin etwas groß ausfiel, war damit das ursprünglich gesetzte Ziel bestens erreicht. „Die Startphase war sehr schwierig. Ich habe versucht auf den breiten Wegen Plätze gut zu machen und in den Singletrails immer mit hoher Frequenz zu fahren um Kräfte zu sparen. Ich denke das hat geklappt und ich habe meine Mission erfüllt“ sagte Sabine zufrieden lächelnd. Dabei hatte sie wohl auch schon den nächsten Weltcup in Dalby Forest im Hinterkopf. Dort wird sie Mitte Mai nicht nur eine Strecke vorfinden, die ihr besser liegen dürfte, sondern wird auch eine deutlich bessere Ausgangssituation haben.
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 Podium von Münsingen
Perfekter Tag/ 18.04.11
(Foto: R. Schäuble)
Eine Woche vor dem Weltcup Start präsentierte sich Sabine beim Deutschen Mountainbike Klassiker in Münsingen in sehr guter Verfassung. Bei besten äußeren Bedingungen sorgte sie mit einer ersten schnellen Runde für eine Steilvorlage, die Teamkollegin Elisabeth Brandau vor großer Zuschauerkulisse nutze, um mit perfektem Teamwork beim ersten Lauf zur Mountainbike Bundesliga knapp vor Annika Langavad (DEN) zu siegen. Sabine belegte nur knapp dahinter Rang 3. Dem Tempo-Diktat der beiden Bikerinnen vom Central Haibike Pro Team konnte nur die Dänin Annika Langvad und der Slowenin Blaza Klemencic folgen, während das übrige Feld mit den eigentlichen Favoritinnen bereits abgehängt war und keine Chance mehr hatte, auf dem trockenen und schnellen Kurs von Münsingen nochmals heranzukommen.
Im Führungs-Quartett wurde in einem äußerst dramatischen Rennen hart um die beste Position gekämpft, wobei das Central Haibike Pro Team mit Sabine und Elisabeth über weite Phasen der insgesamt sechs Runden das Geschehen an der Spitze bestimmte. In der vorletzten Runde attackierte Teamkollegin Brandau und zog weg, während sich Sabine passiv verhielt. Nur die Dänin Langvad folgte und es entwickelte sich an der Spitze ein Duell zwischen den Beiden, in dem die Führung mehrfach wechselte und letztendlich zu Gunsten von Sabines Central Haibike Pro Team entschieden wurde. Mit elf Sekunden Differenz kam Sabine dann auf Rang drei ins Ziel, nachdem sie sich in den letzten beiden Runden mit Blaza Klemencic auseinandersetzen musste beim Kampf um den letzten Podiumsplatz. Dieses Duell entschied Sabine allerdings recht souverän für sich und hatte im Ziel 9 Sek. Vorsprung auf die Slowenin. „Das Teamwork hat super geklappt. Wir wussten, dass Lisa stark drauf ist. Für mich selbst war das heute ein sehr guter Weltcup-Test mit einem fantastischen Teamresultat“, sagte die Olympiasiegerin.
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 Sabine mit dem dem Haibike Sleek, auf der Strecke in Lugano
Trotz Sturz Platz 4/ 11.04.11
(Foto: R. Schäuble)
Beim zweiten Lauf zum Swiss Racer Cup in Lugano belegte Sabine mit 1:11 Min Rückstand auf die Siegerin Platz 4. Die Formkurve zeigt kurz vor dem Weltcup Start (am Oster-Samstag in Südafrika) auf jeden Fall nach oben, auch wenn es für Sabine im Tessin nicht optimal gelaufen ist. Ein Sturz nach einem Fahrfehler in der zweiten Runde und anschließende Probleme mit Seitenstechen machten ihr auf den verbliebenen dreieinhalb technisch sehr anspruchsvollen Runden doch recht stark zu schaffen, so dass sie etwas dosierter zu Werke gehen musste. Trotzdem hielt sie stets Kontakt zu den Führenden und verbesserte sich auf der letzten 6,5 km Runde nochmals auf Rang 4. Gewonnen wurde da Rennen über die Distanz von 33,5 km in 1:37:29 Std. von Lisi Osl (AUT). Nur 11 Sek. dahinter sorgte Central Haibike Teamkollegin Tereza Hurikova (CZE) für einen echte Überraschung und sorgte damit für eine tolle Team-Bilanz, die auch noch durch den Sieg von Kathrin Stirnemann (SUI) in der U23 Kategorie deutlich aufpoliert wurde. Auf der mit Wurzeln durchsetzten, sehr staubigen und harten 6,5 Kilometer Runde war das Haibike Fully „Sleek“ mit seine 100mm Federweg an Vorder- und Hinterrad das perfekte Bike..

Nach dem Start des 40-köpfigen Feldes bei sommerlichen Temperaturen setzte sich zuerst eine 4er Gruppe von den übrigen Starterinnen ab. Mit Sabine und Tereza war das Central Haibike Pro Team gleich doppelt vertreten und bedeutete somit eine hervorragende Ausgangssituation. Allerdings stürzte Sabine in der zweiten Runde, als sie in einer Rechtskurve an einer Wurzel hängen bleib. Das führte dazu, dass nicht nur die Begleiterinnen entwischt waren, sondern die Verfolgerinnen zu ihr aufschließen konnten. Den Renn-Rhythmus wieder zu finden, gestaltete sich danach schwierig, da ihr aufkommende Atemprobleme und Seitenstechen zu schaffen machten und sie dadurch erst einmal noch etwas mehr an Boden verlor. Erst in der letzten Runde fand Sabine wieder besser ins Rennen zurück und fuhr nochmals bis auf Rang 4 nach vorne. “Das war extrem hart heute und ein echter Kampf. Vom Sturz und darauf folgenden körperlichen Problemen einmal abgesehen, bin ich aber mit meiner Verfassung recht zufrieden. Auch wenn es heute nicht optimal für mich gelaufen ist, schaue ich zuversichtlich auf die nächsten Rennen“, Am kommenden Sonntag wird als letzter Test vor dem Weltcup die Deutsche Mountainbike-Saison in Münsingen eröffnet.
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 Sabine in Schaan
Platz 6 in Schaan/ 28.03.11
(Foto: R. Schäuble)
Inmitten der herrlichen Bergkulisse von Schaan/ Liechtenstein, befand sich Sabine lediglich in der Anfangsphase des Wettkampfs über 31,2 Kilometer in der fünfköpfigen Spitzengruppe. Danach verlief der erste Formtest der Saison Sabine nicht mehr ganz nach Wunsch. Mit ungewöhnlich vielen Fahrfehlern und nachlassenden Kräften musste sie am Ende mit Platz sechs (+2:43) zufrieden sein. „Das war heute nicht unbedingt mein Tag. Ich habe viele technische Fehler gemacht und fühlte mich nach dem eben abgeschlossenen Trainingslager auf Zypern noch recht müde. Es gibt sicher noch etwas zu tun für mich bis zum Weltcup Start in einem Monat. Aber keine Panik, ich denke ich bin auf einem guten Weg uns es war wichtig den Vergleich zu haben“, bilanzierte sie. Gewonnen wurde das Rennen von Elisabeth Osl (AUT/ 1:39:10 Stunden).
In den ersten beiden der insgesamt 8 Runden in den denen jeweils knapp 150 hm zu bewältigen waren, machte Sabine noch ein blendenden Eindruck und fuhr problemlos in der Fünfer-Spitzengruppe mit, die sich schon in der ersten Runde vom 50 Damen starken Feld absetzte und in der auch Central Haibike Teamkollegin Elisabeth Brandau mit dabei war. Einzig einige Unkonzentriertheiten in den eigentlich wenig spektakulären Abfahrten führten dazu, dass Sabine mehrmals kleinere Lücken schließen musste. Ab Mitte der .Renndistanz gelang es ihr dann im sehr langen Anstieg nicht mehr den absoluten Bergspezialistinnen zu folgen. So verlor sie die Führenden zusehends aus den Augen und fuhr zusammen mit der heraneilenden Schweizerin Sarah Koba – ebenfall eine absolute Spezialistin am Berg - um Rang 5. Der Speed des Leichtgewichts war aber zu hoch. Die Schweizerin schaffte sogar noch den Sprung vor Teamkollegin Brandau die das Ziel auf Rang 5 erreichte. Sabine wurde sechste. „Das war ein wirklich schweres Rennen heute. Der lange Berg kam mir endlos vor. Aber das war wohl auch eine Folge davon, dass ich mich heute sehr schwer getan habe.“ sagte Sabine, die trotz allem nicht unglücklich war und zuversichtlich nach vorne schaut: „Das ist kein Beinbruch. Die Saison ist noch lang“.
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 Erstes MTB Podium für Sabine 2011
Gelungener Einstand auf Zypern/ 09.03.11
(Foto: R. Schäuble)
Zum Auftakt des dreiwöchigen Central Haibike Team-Trainingslagers im Club Aldiana auf Zypern bestritt Sabine ihr erstes Mountainbike Rennen der Saison 2011. Dabei gelang ihr mit Platz 3 auf Anhieb der Sprung auf das Podium. Neben dem sportlichen Erfolg war es für Sabine auch ein Materialtest. Erstmals war sie mit ihrem neuen Haibike Sleek auf der Rennstrecke, bei dem auch die brandneue Magura Bremse MT8 montiert war. „Mit meinem neuen Haibike Fully „Sleek“ bin ich super zurecht gekommen, was für mich auch eine sehr wichtige Erkenntnis ist“. Das Urteil über die neuen Magura Stopper war ebenfalls äußerst positiv: „Die neue Bremse von Magura ist der Hammer. Sehr ergonomisch, richtig Bremspower und super leicht“ So wurde das „Race under the sun“ bei Limasol ein mehr als gelungener Einstand in die vorolympische Saison. Lediglich Annika Langvad (Den) und Lene Byberg (Nor) waren schneller als die Olympiasiegerin.
„Das lief heute überraschend gut für mich, ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat“, sagte Sabine nach ihren ersten Wettkampf-Kilometern in diesem Jahr. „Körperlich ging es mir gut, aber auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke, habe ich mich noch etwas unsicher gefühlt, was allerdings nicht sonderlich überrascht, nach drei Monaten ohne Mountainbike-Praxis. Den Renn-Rhythmus konnte ich von Anfang an gut mitgehen.“, erklärte Sabine nach ihrem gelungenen Einstand.
Im ersten Renndrittel bestimmte ein Quartett das Tempo an der Spitze. Gegen die Dänin Annika Langvad, die wie die anderen Begleiterinnen bereits ihr drittes Rennen bestritt, war kein Kraut gewachsen. Die Norwegerin Lene Byberg musste Sabine nach der Hälfte der Distanz ziehen lassen, aber die Slowenin Blaza Klemencic konnte sie an diesem warmen und sonnigen Tag zwischen den altertümlichen Ruinen von Amathous in Schach halten. Mit 2:08 Minuten Rückstand auf Langvad (1:20:45 Stunden) kam sie ins Ziel. „Ich denke, ich bin weiter als normalerweise um diese Zeit“, meinte sie auch mit dem Blick auf die Cross-Saison, die sie Ende Januar beendet hatte. Bei dem Rennen ging es Sabine auch darum, sich nach den kurzen, schnellen Radcross-Wettkämpfen, wieder an die längere Belastung auf dem Mountainbike zu gewöhnen.
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 Sabine macht das Tempo in der Verfolgergruppe
Platz 10 bei der Cross WM/ 30.01.11
(Foto: R. Schäuble)
Bei den Radcross-Weltmeisterschaften in St. Wendel und damit dem Saisonhöhepunkt der Radsport-Winterdisziplin belegte Sabine in einem schnellen WM-Rennen auf einem sehr anspruchsvollen 2,8 km langen Rundkurs Platz 10. So darf sie sich auch nach ihrem zweiten ihrem kurzen Ausflug in das Lager der Radcrosser – erstmals 2005 –zu den besten „Crosserinnen“ der Welt zählen.
Als der Startschuss um kurz nach 11 Uhr bei minus 3 Grad fiel, machten sich 46 Fahrerinnen auf die Hatz nach dem WM-Titel 2011. Von Beginn an bestimmten die Favoritinnen Compton (USA) und Vos (NED) in einer 8 Fahrerinnen starken Gruppe das Tempo in Sankt Wendel und setzen sich schnell vom übrigen Feld ab.
Der Startplatz in der vierten Reihe erwies sich für Sabine als großes Handicap. Von Beginn an war das Tempo so hoch, dass es in der Anfangsphase nicht möglich war entscheidend Boden gut machen und so keine Chance vorhanden war den Anschluss an die Spitzengruppe zu finden.
In der direkten Verfolgung war sie dann über weite Strecken des Rennens auf sich alleine gestellt. „Heute stand sehr viel Wind auf dem Kurs, das habe ich zu spüren bekommen. Alleine hatte ich keine Möglichkeit nochmals ganz nach vorne zu kommen“, schildert Sabine die Situation, obwohl sie recht schnell bis auf Rang neun gefahren war. Da hatte sie mit Sanne Cant (BEL) zwar eine Begleiterin, bekam von ihr aber keine Unterstützung um vielleicht noch die beiden Französinnen Pauline Ferrand Prevot und Christel Ferrier-Bruneau einzuholen, die aus der 8er Gruppe zurückgefallen waren und phasenweise nur noch knapp 10 Sek. Vorsprung hatten. Aber auch dass wurde letztlich zum hoffnungslosen Unterfangen, so dass sich der Abstand gegen Ende wieder etwas vergrößerte „Es war auch sehr schwierig auf dem hart gefrorenen Kurs die Ideallinie zu verlassen. Damit riskierte man immer einen Reifendefekt“, erläuterte die MTB-Spezialistin die Bedingungen. Mit genau zwei Minuten Rückstand auf die neue Weltmeisterin Marianne Vos (40:31 Minuten) ereichte Sabine das Ziel. Im Sprint um Rang neun war dann Sanne Cant die Schnellere, doch für Sabine spielte das keine große Rolle mehr. „Die Form war in Ordnung, das Hauptproblem war heute der Startplatz. Aber mein Minimalziel Top-Ten habe ich erreicht und kann so sehr zufrieden sein. Ich glaube der Einsatz hat sich auch mit Blick auf die MTB Saison gelohnt. Neue Erfahrungen bringen einem immer weiter..“, zog sie den Schlussstrich unter ihr zweites gelungenes Gastspiel im Rad-Cross. „Es war auf alle Fälle wieder ein schönes Erlebnis“, sagte sie mit Blick auf die große Zuschauerkulisse und fügte schmunzelnd hinzu „Nur schade, dass Radcross für mich in der falschen Jahreszeit stattfindet“
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 Podium DM
DM Medaille für Sabine/ 09.01.11
(Foto: R. Schäuble)
Bei den Deutschen Radcross Meisterschaften in Lorsch belegte Sabine Rang 2. Das Ziel eine Medaille zu holen erreichte sie souverän, obwohl sie das Handicap zu kompensieren hatte, aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen zu müssen. Erstmals war Sabine mit einem Rad ihres neuen Rad-Partners Haibike am Start. „Es freut mich ganz besonders, dass ich bei meinem ersten Start für Haibike gleich eine Medaille gewinnen konnte. Der Carbon Prototyp hat auf Anhieb perfekt funktioniert und war die Basis um hier heute mit einer Medaille nach Hause fahren zu können“ freute sich Sabine über den Erfolg. Mit 39 Sek. Vorsprung wurden die Deutschen Meisterschaften von Vize-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel gewonnen, die vom Start weg attackierte.

Auf der Strecke in Lorsch zeichnete sich schnell ab, dass bei diesen Bedingungen nur die Besten würden bestehen können. Der Boden war extrem tief und aufgeweicht auf dem 2,7 Kilometer langen Rundkurs. In der ersten Runde setzte sich Hanka Kupfernagel sofort an die Spitze und fuhr einen Vorsprung auf die Verfolgerinnen heraus. Sabine konnte zu Beginn des Rennes noch nicht reagieren, da sie nach dem Start des Rennens am Ende des Feldes erst einmal viele Konkurrentinnen überholen musste. Nach der ersten von insgesamt 4 Runden war sie dann zusammen mit Sabrina Schweizer (Wangen) auf der Verfolgung von Hanka Kupfernagel. Sabine verlor ab diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr allzu viel auf die spätere Siegerin, konnte aber auch keinen Boden gut machen. Ab der dritten Runde schaffte es Begleiterin Schweizer dann nicht mehr das Tempo von Sabine mitzugehen und verlor Meter um Meter. So gewann Sabine am Ende souverän die Silbermedaille und zeigte sich im Ziel sehr zufrieden: „Das war für mich heute das Optimum, dass ich herausholen konnte. Ich habe mich gut gefühlt, das Rad hat perfekt funktioniert und am wichtigsten ist, dass die Formkurve in die richtige Richtung zeigt. Mit Blick auf die WM in drei Wochen kann ich glaube ich durchaus zuversichtlich sein.“
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